Nach der Sommerpause ist im Restaurant oft erst einmal weniger los. Viele Stammgäste sind noch im Urlaub, andere müssen nach den Ferien wieder in ihren Alltag finden. Besonders die ersten Septemberwochen können deshalb ruhig beginnen.
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Gleichzeitig verändert sich jetzt einiges: Die ersten Herbstprodukte kommen auf den Markt, die Karte wechselt, die Terrassensaison geht langsam zu Ende und auch bei Unternehmen beginnt nach der Sommerpause wieder der normale Arbeitsalltag.

Für Restaurants gibt es damit einiges, woran sich anknüpfen lässt. Die folgenden 13 Ideen reichen von einfachen Beiträgen zur Wiedereröffnung bis zu Aktionen, die tatsächlich zusätzliche Reservierungen bringen können.

Die Rückkehr ins Restaurant sichtbar machen

Nach mehreren Wochen Pause gibt es einen guten Grund, sich wieder zu melden: Es gibt etwas zu erzählen! Die Türen sind wieder offen, die Küche läuft, vielleicht hat sich auf der Karte etwas verändert und im Team gibt es neue Gesichter.

1. Zeigen Sie, dass Sie wieder geöffnet haben

Eine Nachricht zur Wiedereröffnung in den sozialen Medien muss nicht aufwendig sein. Ein Foto aus dem Gastraum, ein Blick in die Küche oder der erste Teller nach der Sommerpause und dazu das Datum reichen völlig aus.

Wichtig ist allerdings, nicht bei Instagram und Facebook stehenzubleiben. Sind die Öffnungszeiten bei Google noch aktuell? Können Gäste bereits für die kommenden Wochen reservieren? Gerade nach einer längeren Pause lohnt sich dieser kurze Check.

Wie sich Öffnungszeiten im Google Unternehmensprofil ändern lassen, erklärt Google in seinen Hilfeseiten des Google Unternehmensprofils.

2. Die neue Herbstkarte ankündigen

Der Kartenwechsel ist mehr als eine organisatorische Sache in der Küche. Für Gäste ist er ein Anlass, wiederzukommen.

Zeigen Sie deshalb nicht einfach die komplette neue Karte, sondern lieber einzelne Gerichte, Zutaten oder Details, die sich verändert haben. Und auch das, was geblieben ist, darf vorkommen. Stammgäste interessiert schließlich mindestens genauso, ob ihr Lieblingsgericht weiterhin auf der Karte steht.

Ein Bistro in Hamburg-Eimsbüttel hat die erste Septemberwoche beispielsweise für eine neue Karte genutzt und die neuen Gerichte mit aktualisierten Preisen und appetitlichen Fotos vorgestellt.

3. Ein neues Gericht mit einem festen Datum einführen

Für Aufmerksamkeit braucht es nicht immer eine komplett neue Karte. Ein einziges neues Gericht kann reichen, wenn klar ist, ab wann es erhältlich ist.

Ein Burgerkonzept mit mehreren Standorten hat dafür den 9. September gewählt und einen Lachsburger für Flexitarier eingeführt. Zur Einführung gab es am Abend eine Zwei-für-eins-Aktion.

Ein fester Termin macht ein neues Gericht außerdem leichter kommunizierbar. Aus „bald neu auf der Karte“ wird ein konkreter Anlass: Ab dem 9. September gibt es etwas, das es vorher noch nicht gab.

4. Neue Gesichter im Team vorstellen

Nach dem Sommer hat sich in vielen Restaurants auch personell etwas verändert. Neue Mitarbeitende sind dazugekommen, andere arbeiten nicht mehr im Betrieb.

Eine Cocktailbar in Berlin-Neukölln hat ihre neue Crew deshalb direkt im Restaurant fotografiert, mit einem Drink im Bild. Das wirkt persönlicher als ein klassisches Teamfoto und gibt Gästen gleichzeitig einen Eindruck davon, wer sie beim nächsten Besuch erwartet.

Weitere Ideen für Social Media im Restaurant finden sich in unserem Beitrag darüber, wie Facebook Ihr Restaurant verändern kann.

Was der September auf den Teller bringt

Der September ist kulinarisch gesehen eine interessante Übergangszeit. Noch gibt es Tomaten und warme Abende auf der Terrasse, gleichzeitig kommen die ersten Pilze, Kürbisse und anderen Herbstprodukte.

Die nächsten drei Ideen arbeiten mit diesem Wechsel: die neuen Produkte, der letzte Rest Sommer und der erste Regentag. Das alles lässt sich in schönen Content übersetzen.

5. Ein Saisonprodukt in den Mittelpunkt stellen

Pfifferlinge, Steinpilze, Kürbis, Pflaumen oder die ersten Äpfel erzählen schon auf einem Foto, welche Jahreszeit gerade beginnt.

Dafür muss nicht einmal ein fertiges Gericht fotografiert werden. Eine Kiste mit frischen Pilzen auf der Arbeitsfläche, ein Kürbis beim Anschnitt oder die Lieferung eines regionalen Erzeugers können interessanter sein als das zehnte perfekt ausgeleuchtete Tellerfoto.

Besonders gut funktioniert das, wenn die Geschichte dahinter stimmt: Woher kommen die Produkte? Wie werden sie verarbeitet? Und was entsteht daraus in der Küche?

6. Den Sommer noch nicht ganz verabschieden

Anfang September ist es oft noch warm genug für einen Abend auf der Terrasse. Nicht jeder möchte nach dem 31. August plötzlich nur noch Kürbis, Pilze und Herbstmenüs sehen.

Ein Restaurant in Köln hat deshalb weiter sommerliche Gerichte angeboten und die Terrasse offen gehalten. Gerade diese Übergangszeit kann ein eigener Anlass sein: ein letzter Aperitif draußen, ein Sommergericht, das nur noch wenige Tage auf der Karte steht, oder ein Abend mit spätsommerlichem Menü.

Wie sich der Außenbereich auch außerhalb der Hochsaison nutzen lässt, zeigen wir in unserem Beitrag darüber, wie Sie Ihre Restaurant-Terrasse neu denken können.

7. An grauen Tagen auf Comfort Food setzen

Und dann kommt irgendwann doch der erste graue Septembertag. Für ein Restaurant kann auch das ein guter Anlass für einen Beitrag sein.

Eine Ramen-Bar hat beispielsweise genau diesen Moment aufgegriffen: draußen Regen, drinnen eine heiße Schüssel. Mehr braucht es manchmal nicht.

Statt allgemein von „gemütlichen Herbstabenden“ zu sprechen, funktioniert es oft besser, das tatsächliche Wetter mit dem eigenen Angebot zu verbinden. Was steht heute auf dem Herd, wenn es draußen kalt und nass ist?

Aus einzelnen Ideen feste Termine machen

Kündigen Sie etwas an, das wiederkehrt. Ein festes Format gibt Gästen etwas, worauf sie sich freuen können, und genau das brauchen Sie in einem ruhigen Monat.

Worauf Kollegen in diesem Herbst setzen, von neuen Konzepten bis zu Unternehmerporträts, lesen Sie in der AHGZ. Das lohnt sich, bevor Sie Ihren eigenen Kalender festlegen.

8. Einen Eventkalender für den Monat veröffentlichen

Fassen Sie Ihre Termine für den September in einem übersichtlichen Kalender zusammen. Eine Bar in Frankfurt hat die Rückkehr ins Büro zum Anlass genommen, das ganze Septemberprogramm in einen einzigen Beitrag zu setzen, gestaltet wie ein Schulplaner.

Vier Termine, vier Abende, ein Bild.

9. Einen festen Themendonnerstag ausprobieren

Ein regelmäßiger Termin kann aus einem ruhigen Wochentag einen festen Restaurantabend machen.

Ein Münchner Restaurant hat beispielsweise vier Donnerstage unter unterschiedliche Themen gestellt: Kartoffel, Bier, Weinbegleitung und festliche Gerichte.

Wichtig ist dabei nicht unbedingt der Donnerstag selbst. Entscheidend ist, dass aus dem Thema ein wiederkehrender Termin wird. Wenn die ersten vier Abende bereits feststehen, können Gäste sich darauf einstellen und entsprechend reservieren.

Vier Aktionen, die mehr Vorbereitung brauchen

Nicht jede Idee muss bei einem Instagram-Post bleiben. Wer im September etwas mehr Kapazität hat, kann einen ruhigen Tag auch gezielt mit einer Veranstaltung oder einem besonderen Angebot bespielen.

Dabei gilt: Lieber eine Aktion gut vorbereiten als vier halbherzig umsetzen.

10. Einen kleinen Herbstmarkt veranstalten

Ein Weinschrank, eine Verkaufsecke oder ein bisschen Platz im Restaurant lassen sich für einen kleinen Herbstmarkt nutzen.

Dazu passt beispielsweise ein Menü mit Produkten, die gerade in der Region geerntet werden, kombiniert mit einer Verkostung. Kürbis, Pfifferlinge, Steinpilze, Karotten, Porree, Pflaumen und die ersten Äpfel bieten im September genügend Möglichkeiten.

Noch persönlicher wird der Abend, wenn die Erzeuger aus der Region ihre Produkte selbst vorstellen.

11. Ein Studentenmenü zum Semesterstart anbieten

In Universitätsstädten verändert sich die Nachfrage mit dem Semesterbeginn. In Leipzig, Münster oder Heidelberg sind Mitte September viele Studierende wieder in der Stadt.

Ein einfaches, gut kalkuliertes Studentenmenü kann deshalb gerade an einem Wochentag interessant sein, an dem sonst noch Plätze frei bleiben. Ein fester Preis und ein überschaubares Angebot machen die Entscheidung leicht.

Das Angebot muss dabei nicht dauerhaft gelten. Ein bestimmter Abend oder ein begrenzter Zeitraum reicht aus, um zu testen, ob die Zielgruppe tatsächlich kommt.

12. Klassikern eine eigene Wendung geben

Manchmal ist das beste neue Gericht eines, das Gäste schon kennen.

Ein Käsetoast mit Käse von einem Hof aus der Umgebung oder eine herzhafte Tarte Tatin mit Kürbis sind Beispiele dafür. Das Gericht ist vertraut, bekommt aber durch Zutaten, Zubereitung oder Präsentation einen eigenen Charakter.

Gerade für den September eignen sich solche Gerichte gut als zeitlich begrenzte Spezialitäten. Wer weiß, dass es sie nur einige Wochen gibt, hat eher einen Grund, sie jetzt zu probieren.

Die Speisekarte selbst können Sie dabei auch kostenlos als digitale Speisekarte online stellen.

13. Einen Kochworkshop für Kinder anbieten

Auch Familien lassen sich mit einem besonderen Anlass ins Restaurant holen. Ein kurzer Kochworkshop kann beispielsweise mit einem Familienessen verbunden werden: Die Kinder arbeiten mit saisonalen Produkten, während die Eltern in Ruhe essen.

Das Format sollte überschaubar bleiben. Eine begrenzte Teilnehmerzahl und ein klarer Zeitrahmen machen die Organisation einfacher und geben dem Abend einen festen Ablauf.

Zum Einstieg reicht ein einziger Termin. Danach lässt sich anhand der Nachfrage entscheiden, ob daraus ein regelmäßiges Angebot werden soll.

Auch Geschäftsgäste sind im September wieder da

Nach der Sommerpause beginnt in vielen Unternehmen wieder der normale Arbeitsrhythmus. Teamlunches, Abteilungsessen, Kundentermine und kleinere Firmenfeiern stehen wieder häufiger auf dem Kalender.

Für Restaurants können gerade diese Reservierungen interessant sein, weil sie oft auf die Wochentage fallen, an denen privat weniger los ist.

Bevor ein spezielles Angebot entwickelt wird, lohnt sich deshalb ein Blick auf die eigenen Zahlen: Welche Mittage waren im vergangenen September schwach? Welche Wochentage haben regelmäßig freie Plätze? Und zu welchen Zeiten kommen Unternehmen bisher schon?

Ein Mittagsmenü für Unternehmen kann beispielsweise mit einem festen Preis und einer klaren Dauer von 45 Minuten kalkuliert werden. Für viele Unternehmen ist vor allem wichtig, dass sich der Besuch gut in den Arbeitstag integrieren lässt.

Die Umsatzentwicklung des Gastgewerbes lässt sich außerdem mit den Daten des Statistischen Bundesamts einordnen. Für die konkrete Planung sind die eigenen Reservierungsdaten allerdings meist aussagekräftiger.

Wer einmal durchrechnen möchte, was zusätzliche belegte Tische für den eigenen Betrieb bedeuten, kann dafür den Performance-Rechner von Zenchef nutzen.

Nicht 13 Aktionen gleichzeitig starten

Die Liste soll kein Programm für einen einzigen September sein. Im Gegenteil: Schon zwei oder drei gut umgesetzte Ideen können mehr bewirken als ein Kalender voller Aktionen, die neben dem normalen Restaurantbetrieb kaum umzusetzen sind.

Ein sinnvoller Anfang kann deshalb ganz schlicht aussehen:

  • Zum Neustart: die Wiedereröffnung und die neue Karte ankündigen.
  • Für den Monat: einen konkreten Termin setzen, etwa einen Themendonnerstag oder ein saisonales Menü.
  • Für einen ruhigen Wochentag: ein Angebot für Studierende oder Geschäftsgäste testen.

Daneben sollten die praktischen Dinge stimmen. Sind die Öffnungszeiten aktuell? Können Gäste für den gesamten Herbst reservieren? Sind besondere Termine tatsächlich buchbar?

Und schließlich sollte das Restaurant dort zu finden sein, wo heute nach einem Essen gesucht wird. Neben Google spielen dabei zunehmend auch KI-basierte Suchsysteme eine Rolle. Wie sich die Sichtbarkeit in der lokalen Google-Suche verbessern lässt, erklären wir in unserem Beitrag darüber, wie Restaurants im Google Local Pack sichtbar werden.

So muss die Zeit nach der Sommerpause nicht mit einer großen Kampagne beginnen. Oft reicht ein konkreter Anlass, ein gut gewählter Termin und ein Restaurant, das dort auffindbar ist, wo Gäste nach dem nächsten Besuch suchen.

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Artikel verfasst von:
Paulina
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Paulina ist “hands-on” und das merkt man. Durch ihre enge Arbeit mit Restaurants kennt sie die echten Herausforderungen im Alltag der Gastronomie. Sie ist immer nah an den Branchentrends und bringt frische, kreative Perspektiven & Content-Ideen mit, die hängen bleiben. Ihre Leidenschaft für die Restaurantwelt spürt man in allem, was sie macht und genau das macht ihre Stimme besonders wertvoll.

27/2/2026